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Programm für alle

Unser Programm ist so vielfältig wie die Kulturszene selbst. Neben sechs hochkarätigen Reihen in den Sparten Theater, Kammermusik, Jazz, Blues, Literatur und Alte Musik haben sich vor allem der Kabarettwettbewerb "Paulaner Solo+", die Zaubershow "Magisches Fürstenfeld" und das Starkbierfest "Fürstenfelder Salvator" etabliert. Überregionale Beachtung genießen auch die zahlreichen Marktveranstaltungen im Veranstaltungsforum.

Der Herr Karl

Der Herr Karl

Nikolaus Habjan
Theater Fürstenfeld

Datum: 22.03.2019 | Beginn: 20:00 Uhr | Einlass: 19:30 Uhr

Ort: Stadtsaal

Von Helmut Qualtinger und Carl Merz / Inszenierung: Simon Meusburger

„Wiener Blut“ jault aus dem Grammofon, drei Puppen baumeln von der Decke eines schäbigen Kaffeehauses: Ein alkoholisierter, unverbesserlicher Alt-Nazi, eine in die Jahre gekommene Bardame und ein Oberkellner mit Wiener Schmäh, der sich gern an seine zahlreichen Liebschaften erinnert. Alle drei verkörpern den „Herrn Karl“, jenen schmierigen, opportunistischen Mitläufer, den Helmut Qualtinger als Personifikation der österreichischen Seele brandmarkte und den der grandiose Puppenspieler Nikolaus Habjan in dreifacher Gestalt wiedererweckt hat.

Dieser hochbegabte Tausendsassa wurde innerhalb kürzester Zeit zum umjubelten Star. Wenn er seine Puppen mit einer unglaublich wandlungsfähigen Stimme, einer virtuosen Spieltechnik zum Leben erweckt und noch dazu in die Rolle des jungen Hilfskellners schlüpft, der zwischen die Fronten sich bekriegender oder umschmeichelnder Puppen gerät, entwickeln diese mit ihren erschreckend menschlichen Eigenschaften ein so intensives Eigenleben, dass sie das Spiel zu lenken scheinen. Sie schwärmen und klagen über frühere Zeiten, in denen alles Mal besser, Mal furchtbar war. Ob als Sozialist, Christsozialer oder Nazi, man war immer dabei, wenn es eine Hetz gab, wenn man die Juden die Straße hat aufwischen lassen, sich über gutgläubige, vom Führer verführte Menschen mokiert hat oder nach dem Krieg die kranke Frau verlassen musste, weil sie zur Belastung wurde. So wird mit zunehmender Weinseligkeit manche Flasche geöffnet, die besser verschlossen geblieben wäre. Mit hintersinnigen Anspielungen auf heutige Verhältnisse erschafft Habjan allgegenwärtige Charaktere, die als ewige Mitläufer alle Zeiten überdauern und dunkle menschliche Abgründe offenbaren, bei aller Boshaftigkeit aber auch sehr anrührend sein können.

„Habjan verleiht dem ‚Herrn Karl‘ eine eigene, erfrischende Note. In Zeiten, in denen Teile der Gesellschaft an den braunen Rand driften, lässt diese ebenso bissige wie feinsinnige Satire aufhorchen. Man möchte nicht aufhören, den Anekdoten zu folgen - skizzieren sie doch eine Vergangenheitsbewältigung, die Unheilvolles erahnen lässt.“ (Wordpress Graz)

 Nikolaus Habjan wurde mit dem wichtigsten österreichischen Theaterpreis, dem NESTROY, ausgezeichnet.

Veranstalter: Veranstaltungsforum Fürstenfeld

ABO
22/03/2019
20:00 Uhr
Stadtsaal
Einlass: 19:30 Uhr

VVK: 19/24/27 €

AK: 20/25/28 €

Einzelkarten

Abo: bis zu 30% sparen

Der Herr Karl

Nikolaus Habjan
Theater Fürstenfeld

Von Helmut Qualtinger und Carl Merz / Inszenierung: Simon Meusburger

„Wiener Blut“ jault aus dem Grammofon, drei Puppen baumeln von der Decke eines schäbigen Kaffeehauses: Ein alkoholisierter, unverbesserlicher Alt-Nazi, eine in die Jahre gekommene Bardame und ein Oberkellner mit Wiener Schmäh, der sich gern an seine zahlreichen Liebschaften erinnert. Alle drei verkörpern den „Herrn Karl“, jenen schmierigen, opportunistischen Mitläufer, den Helmut Qualtinger als Personifikation der österreichischen Seele brandmarkte und den der grandiose Puppenspieler Nikolaus Habjan in dreifacher Gestalt wiedererweckt hat.

Dieser hochbegabte Tausendsassa wurde innerhalb kürzester Zeit zum umjubelten Star. Wenn er seine Puppen mit einer unglaublich wandlungsfähigen Stimme, einer virtuosen Spieltechnik zum Leben erweckt und noch dazu in die Rolle des jungen Hilfskellners schlüpft, der zwischen die Fronten sich bekriegender oder umschmeichelnder Puppen gerät, entwickeln diese mit ihren erschreckend menschlichen Eigenschaften ein so intensives Eigenleben, dass sie das Spiel zu lenken scheinen. Sie schwärmen und klagen über frühere Zeiten, in denen alles Mal besser, Mal furchtbar war. Ob als Sozialist, Christsozialer oder Nazi, man war immer dabei, wenn es eine Hetz gab, wenn man die Juden die Straße hat aufwischen lassen, sich über gutgläubige, vom Führer verführte Menschen mokiert hat oder nach dem Krieg die kranke Frau verlassen musste, weil sie zur Belastung wurde. So wird mit zunehmender Weinseligkeit manche Flasche geöffnet, die besser verschlossen geblieben wäre. Mit hintersinnigen Anspielungen auf heutige Verhältnisse erschafft Habjan allgegenwärtige Charaktere, die als ewige Mitläufer alle Zeiten überdauern und dunkle menschliche Abgründe offenbaren, bei aller Boshaftigkeit aber auch sehr anrührend sein können.

„Habjan verleiht dem ‚Herrn Karl‘ eine eigene, erfrischende Note. In Zeiten, in denen Teile der Gesellschaft an den braunen Rand driften, lässt diese ebenso bissige wie feinsinnige Satire aufhorchen. Man möchte nicht aufhören, den Anekdoten zu folgen - skizzieren sie doch eine Vergangenheitsbewältigung, die Unheilvolles erahnen lässt.“ (Wordpress Graz)

 Nikolaus Habjan wurde mit dem wichtigsten österreichischen Theaterpreis, dem NESTROY, ausgezeichnet.

Veranstalter: Veranstaltungsforum Fürstenfeld